Diskriminierung passiert öfter als man denkt

 

Am Montag, den 19.11.2018 waren die drei 9. Klassen zu Besuch im Anstatt Theater im Alten Schlachthof in Straubing. Der Titel „Diskriminierung“ ließ trockenen Stoff vermuten. Es war jedoch ein kurzweiliger Vormittag orientiert an der Sprache der Jugendlichen.

 

Herr Meißner kam abwechselnd mit Dr. Jelinek und den Jugendlichen zu diesem Thema ins Gespräch, so dass das Publikum aktiv ins Geschehen einbezogen war. Der coole Meißner mit seiner Mütze war oft mitten unter den Kindern und Jugendlichen zu finden und untermauerte mit seinen „krassen“ Sprüchen, dass er auf ihrer Seite stand. Im Gegensatz dazu stand Dr. Jelinek, der die Thematik sachlich beleuchtete und für die entsprechenden Fakten sorgte.

 

Die wichtigste Basis für das menschliche Handeln in Deutschland stellt das Grundgesetz dar. Alle Menschen sind gleich, aber den Schülern fielen viele Möglichkeiten der Diskriminierung ein und diese wurden mit Fakten unterlegt:

7,6 Mio. Behinderte leben in unserem Land, 5 - 6% Homosexuelle gibt es und 17 Mio. Menschen haben einen Migrationshintergrund.

Aber was bedeutet Diskriminierung eigentlich genau? Jemanden „dissen“ heißt eine Person oder Personengruppe aufgrund eines Vorurteils anders zu behandeln. Das wird im alltäglichen Umgang ganz deutlich: „zu behindert fürs Team“, „zu schwul für Fußball“, „zu dick fürs Schwimmbad“.

 

Diskriminierung macht auch vor Politikern und Prominenten nicht halt: Die Aussage Boateng ist ein toller Fußballer, aber als Nachbar will man ihn nicht oder die Aussprüche des amerikanischen Präsidenten Trump können nachdenklich stimmen. Oder wie sieht es beispielsweise bei einer Bewerbung aus: Hat jemand mit einem deutschen Namen mehr Chancen als jemand mit Migrationshintergrund?

 

Anhand drei kleiner Spielszenen wurde den Schülern verdeutlicht, was auf dem Pausenhof oder vor oder nach der Schule täglich abläuft: Personen werden ausgegrenzt, weil sie anders sind. Wie schnell rutschen einem die Worte „Mongo“ oder „schwul“ heraus ohne dabei an die eigentliche Bedeutung zu denken und wie verletzend sie für den anderen sein können.

 

Doch was tun, wenn man solche Diskriminierungen mitbekommt oder selber Opfer ist?

Es gehört viel Mut (= Zivilcourage) dazu, darauf zu reagieren und Hilfe zu holen und sich schon gar nicht erst in die Opferrolle drängen zu lassen.

 

Man darf aber auch nicht vergessen, dass in Deutschland vieles ganz gut läuft: Es gibt beispielsweise ein sogenanntes Gleichbehandlungsgesetz, das sich um die Barrierefreiheit in den Städten und Gemeinden sorgt. Auch bei der Gebärdensprache ist man weit, so dass Gehörlose die Nachrichten verfolgen können oder das Recht auf Ehe für Schwule und Lesben.

 

Schnell wechselte aber dann wieder die Perspektive und Jelinek sinnierte, ob wir zukünftig „Wiener“, „Zigeunerschnitzel“, „Russe“, „Neger“, „Mohrenkopf“ und dergleichen aus unserem Wortschatz streichen oder auf rassistische Witze verzichten müssen? Um die oft unbedachte Wortwahl zu verdeutlichen, stellte er die Frage in den Raum, ob dann auch die Bezeichnung „Kinderschnitzel“ oder „Seniorenteller“ zu dieser Kategorie gehören?

 

Meißner bezog das Publikum abermals ein. Auf die Fragen „Wer ist schon einmal gedisst worden oder hat andere gedisst?“ gab es viele Meldungen vonseiten der Schüler. Oftmals unüberlegt, aus einer Laune heraus oder aus Langeweile diskriminiert man andere und es macht besonderen Spaß, wenn das Gegenüber sich über die jeweilige Aussage ärgert.

 

Per Filmbotschaft meldete sich am Schluss der Fußballer Jerome Boateng noch einmal zu Wort: Er appellierte an alle: „Wir leben in einem Land und sind alle gleich.“ Aus eigener Erfahrung wisse er, wie es ist, diskriminiert zu werden, aber die offene Gesellschaft sei ihm ein großes Anliegen.

 

 

Weltvorlesetag in der Grundschule

 

Am Weltvorlesetag 2018 reiste die Grundschule mit vielen Aktionen ins Land der Bücher und Geschichten. So lud die Klasse 2 Frau Schaubeck zum Vorlesen ein. Die langjährige Erzieherin nahm die drei Freunde Franz von Hahn, Johnny Mauser und den dicken Waldemar mit ins Gepäck. Gespannt lauschten die Kinder den Abenteuern der drei witzigen Kinderbuchhelden und lachten über die vielen lustigen Ideen, die sich Helme Heine für seine „Freunde“ ausgedacht hat.

Die Schüler der 4. Klassen beschäftigten sich einige Wochen intensiv mit ihrem Lieblingsbuch aus der Gemeindebibliothek und gestalteten dazu ein Lapbook, das die jeweilige Geschichte ganz genau unter die Lupe nahm. Diese neue Art der Buchvorstellung präsentierten die Schüler am Vorlesetag den Erstklässlern. Jeder Schulanfänger durfte zwei unterschiedliche Bücher kennenlernen und die eigenen Eindrücke daraus malen und erzählen. Von den Bücherhelden „Bibi und Tina“ und „Yakari“ bis hin zu „Gregs Tagebuch“ und dem „Clan der Wölfe“ war für jeden etwas dabei. Diese Aktion zeigte einmal mehr die große Vielfalt an Kinder- und Jugendliteratur, die in der Bücherei angeboten wird.

Besonders mit der Technik des Vorlesens beschäftigte sich die 3. Klasse. In verschiedenen Lesetandems trainierten die Schüler paarweise das genaue und betonte Lesen, um für den Lesevortrag bei der nächsten Vorleseaktion bestens vorbereitet zu sein.    

 

Lesewanderung der Kombiklasse 2/3

 

Im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages unternahm die Kombiklasse 2/3 zusammen mit den beiden Klassenelternsprecherinnen Katrin Wirth und Astrid Bergbauer, sowie Klassenlehrerin Martina Puppele-Schmid eine Lesewanderung.

Die Hälfte der Klasse war als Vorhut unterwegs und versteckte interessante Tipps zur Wegstrecke.

Neben der Wegbeschreibung waren auch diverse spannende Rätsel, sowie Sachtexte zu verschiedenen Tieren und Hinweise für Spiele versteckt, die alle später in der Geschichte wieder eine Rolle spielten.

Daher haben sich auch die Kinder gegenseitig auf dem Weg zur „Geschichtenleserin“ viel vorgelesen.

Nach einer guten Stunde trafen die Kinder bei Familie Exner in Thananger ein.

Hier wurden sie in der urigen Gartenhütte schon von Irma Exner, einer Oma von zwei Schülern der Klasse, sowie Evelyn Exner erwartet und nett bewirtet.

Die Kinder hatten bei ihrer Wanderung selbst den Titel der Geschichte - „In jedem Wald lebt eine Maus, die Geige spielt“ – herausgefunden.

Nach einer leckeren Brotzeit und Kinderpunsch, lauschten alle wie gebannt der Geschichte von Irma Exner und konnten auch sehr schön die Bedeutung der Geschichte für das eigene Leben erkennen.

Auch Frau Exner hatte sichtlich Freude an dieser Aktion und stellte zufrieden fest: „Es war schön, wieder einmal so viele Kinder um sich zu haben.“

 

9. Klassen zu Besuch im Konzentrationslager Dachau

 

 

Am Montag, den 22.10.2018 fuhren die drei 9. Klassen zum KZ Dachau. Dort wartete auch schon der ehemalige Bogener Lehrer Herr Döring, um uns den Ort des Schreckens näher zu bringen.

Wir starteten auf dem großen Appellplatz, wo sich jeden Morgen die Häftlinge versammelten und von nun an der Willkür ihrer Bewacher ausgesetzt waren.

Dann konnte sich jeder Schüler ein Bild von den Baracken machen. So viele Menschen auf so engem Raum!

Nun teilten wir uns in zwei Gruppen. In der Ausstellung im Jourhaus wurde das ganze verbrecherische Ausmaß deutlich. Dabei nahmen wir genau den gleichen Weg wie die Häftlinge damals bei ihrer Ankunft.

Anschließend ging es noch Richtung Bunker.

Entlang der Grenz- und Befestigungsanlage, sah man, dass es kein Entrinnen gab: auf der einen Seite Stacheldraht und ein tiefer Graben, auf der anderen Seite die hohe Mauer Richtung Dachau.

Still wurde es vor der Gaskammer. Es war schwer, anhören zu müssen, was hier an Ort und Stelle geplant war und in anderen Lagern auf der Tagesordnung stand: die massenweise Vernichtung von Menschenleben unter dem Vorwand eines „Brausebades“.

Viele Filme über die NS-Zeit zeigen zwar die Gräueltaten, aber selber am Ort des Geschehens zu stehen, macht spürbar, wozu Menschen fähig sind.

 

 

 

Die 4. Klassen besuchen das Rathaus in Hunderdorf

 

Hunderdorf. (hp) Das Thema „Wir informieren uns über die Aufgaben der Gemeinde“ wird derzeit in den zwei vierten Klassen der Grundschule Hunderdorf behandelt. Die Schülerinnen und Schüler wollten den damit verbundenen Unterrichtsstoff nicht nur theoretisch im Klassenzimmer abhandeln. Die Klasse 4 a und die Klasse 4 b waren deshalb mit den Lehrerinnen Frau Dilger, Frau Schäfer und der Lehramtsanwärterin Frau Waas im Rathaus Hunderdorf zu Besuch, um direkt die wichtigsten Informationen einzuholen und die praktische Arbeit in einer Kommunalverwaltung kennenzulernen. Sie durften in die Abteilungen Hauptverwaltung, Ordnungs- und Standesamt, Bauamt, Kasse und Kämmerei und Geschäftsleitung Einblick nehmen. Nachdem die Schulkinder das Thema bereits im Unterricht behandelt hatten, war es sehr interessant einen praxisnahen Eindruck von der vermeintlich „trockenen“ Arbeit in ihrem Rathaus zu erleben. Neben den Abteilungen im Rathaus wurden beide Klassen vom Bürgermeister Hans Hornberger in den Sitzungssaal der Gemeinde Hunderdorf eingeladen, wo sie dem Gemeindechef viele Fragen über die Aufgaben einer Gemeinde aber auch persönliche Fragen an den Bürgermeister stellen konnten. „Seit wann sind Sie schon im Amt?“, „Gehen Sie gerne in die Arbeit?“, „Aus wie vielen Personen besteht der Gemeinderat?“, „Wie viel Geld benötigt Hunderdorf in einem Jahr“, „Wie viele Trauungen hat das Standesamt dieses Jahr schon durchgeführt?“, „Wann wird der neue Spielplatz in der Florianstraße gebaut?“, waren die wichtigsten Fragen der Schulkinder. Außerdem besichtigten die Kinder und Lehrkräfte den Schutzraum für den Katastrophenfall, welcher im Kellergeschoss des Rathauses untergebracht ist. Hierbei wurde ihnen von Geschäftsleiter Hans Pollmann der Zweck und die Funktionsweise dieser Einrichtung erläutert.

 

Die GMS Hunderdorf wird mit dem Gütesiegel “Lesefreundliche Schule“ ausgezeichnet

Die Leseregion „Straubing – Stadt und Land“ hat Schulen, die sich besonders für eine durchgängige und damit nachhaltige Leseförderung einsetzen, erstmalig mit dem regionalen Gütesiegel „Lesefreundliche Schule“ ausgezeichnet. Im Salzstadl der Stadtbibliothek nahmen Frau Buchner und Frau Härtenberger die Aufzeichnung für die Dauer von zwei Jahren entgegen.

Das sei ein Siegel, das eine gewisse Qualität demonstriere, betonte Bibliotheksleiter Georg Fisch. Alle Grund-, Mittel- und Förderschulen im Bereich der Schulämter der Stadt und des Landkreises Straubing- Bogen wurden im Mai über das neue Gütesiegel informiert, 25 Schulen bewarben sich daraufhin um dieses Siegel. Die Grund- und Mittelschule Hunderdorf erhielt neben neun anderen Schulen das Gütesiegel, das in Bayern, bzw. in Deutschland einzigartig ist. Bürgermeisterin Maria Stelzl und Landrat Josef Laumer gratulierten zu diesem Siegel und versicherten, dass sie sehr stolz auf den Erfolg der Schulen seien. Der Schulamtsdirektor Konrad Rieder beglückwünschte die Siegerschulen und betonte die Wichtigkeit der Leseförderung für die Entwicklung unserer Schüler.

Statt einer Laudatio interviewte Georg Fisch alle Gewinner und die Vertreter der Schulen durften ihr Alleinstellungsmerkmal hinsichtlich der Leseförderung an Schulen herausstellen. Hunderdorf hat durch ihre bestens ausgestattete Gemeindebibliothek sehr gute Voraussetzungen, die Lesefertigkeiten, Lesefähigkeiten und vor allem die Freude am Lesen von Anfang an zu fördern.

Herr Fisch stellte noch einmal heraus, dass effektive Leseförderung ganz entscheidend vom Engagement der Lehrkräfte abhängt, auch hier kann sich die Grund- und Mittelschule Hunderdorf glücklich schätzen. Viele Leseprojekte, Lesepaten, Adaptionen von Quellen zu Theaterstücken und sogar das Erstellen eigener Lesehefte sind nur ein paar Beispiele, sie an der Hunderdorfer Schule stattfinden.

Als Anerkennung hat die Schule neben dem Siegel ein Buchpaket im Wert von 200 Euro erhalten. Zum Schluss war man sich einig, die eigentlichen „Gewinner sind die Kinder“.

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Grund- und Mittelschule Hunderdorf, Quellenweg 3, 94336 Hunderdorf